Home > Shopping > Landeöffnungszeiten – eine Debatte kehrt zurück

Landeöffnungszeiten – eine Debatte kehrt zurück

xmas shopping 300x198 Landeöffnungszeiten   eine Debatte kehrt zurück

cc by flickr / xmas_shopping

Es ist eine Debatte, die seit Jahrzehnten immer mal wieder aufflammt: die heftig geführte Debatte um Ladenöffnungszeiten. Dem Wunsch vieler und vor allem großer Handelsunternehmen, möglichst lange – und das auch am Sonntag -, öffnen zu dürfen, steht der Widerstand der Gewerkschaften und der großen Kirchen gegenüber. Die Gewerkschaften fürchten, dass Arbeitszeiten künftig so ausgeweitet werden könnten, dass dies zu Lasten ihrer Mitglieder geht und negative Auswirkungen auf die Familien hat. Die Kirchen wiederum argumentieren vor dem Hintergrund ihres religiösen Weltbildes, dass der siebte Tag der Tag der Ruhe und Einkehr, der Tag für Besinnlichkeit und Familie, sein sollte.
Zuletzt ist die Debatte im nordrhein-westfälischen Essen aufgeflammt. Denn angesichts der Ausnahmeregeln, die dort mit Blick auf den gesetzlich vorgeschriebenen Ladenschluss gemacht worden sind, regte sich Widerstand.

In Essen gab es 2011 insgesamt 36 verkaufsoffene Sonntage, die in der Regel mit dem Stattfinden von Stadtteil- oder Volksfesten, bzw. Feiertagen wie den Adventssonntagen begründet wurden. In anderen Bundesländern ist die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage auf bis zu maximal vier reduziert worden – und nur zwei davon dürfen auf die Adventssonntage fallen.
So unterschiedlich die Auslegungen auch sind, weil sie in die rechtliche Verantwortung der jeweiligen Bundesländer fallen: Natürlich ist die Debatte auch ein Stück weit theoretisch und von grundsätzlichen Erwägungen geprägt. Denn längst ist es üblich, dass Kunden an Tankstellen oder auch in Bahnhöfen die Supermärkte selbst an Sonntagen besuchen können. Und schließlich gibt es im Zeitalter des Internets die Möglichkeit, dass jeder Verbraucher rund um die Uhr online im Versandshop bestellen kann. Doch das, was im Onlinehandel möglich ist, soll im klassischen Handel nicht erlaubt sein. Und so steht zu befürchten, dass die Debatte um Ladenöffnungszeiten, ob in Essen, München oder Leipzig, ob zum Volksfest oder zu den Vorweihnachtsagen, regelmäßig wieder aufflammt. Nur ändern wird sich vermutlich nichts. Stattdessen werden die Kunden weiter auf das Internet zugreifen.
  1. Bisher keine Kommentare
  1. Bisher keine Trackbacks